Wie hoch ist die Lebenserwartung bei Mukoviszidose-Patienten?

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei Mukoviszidose-Patienten?

Die Lebensehrwartung hat sich in den letzten Jahrzehnten ständig verbessert und liegt heute durchschnittlich bei über 30 Jahren. Es ist anzunehmen, dass jetzt geborene Kinder eine Lebenserwartung von 40 bis 50 Jahren haben. Da die einzelnen Verlaufsformen jedoch sehr unterschiedlich sein können, ist eine Vorhersage unsicher und schwierig.

Die frühzeitige Erkennung und die ständige Behandlung durch ein spezialisiertes Team sind von größter Bedeutung. Nur so kann neben der optimalen medizinischen Betreuung auch eine gute Lebensqualität erzielt werden.

Die mittlere Lebenserwartung bei Mukoviszidose (Zystische Fibrose) liegt bei etwa 32 Jahren. Verbesserte Therapiemöglichkeiten bieten heute jedoch gute Chancen, länger als 50 Jahre mit der Erkrankung zu leben.
Voraussetzung dafür ist, dass die Mukoviszidose rechtzeitig erkannt und kontinuierlich ärztlich behandelt wird.

Komplikationen weche bei Mukoviszidose auftreten könenn



Bei an Mukoviszidose erkrankten Kindern können verschiedene Komplikationen auftreten. Viele zeigen sich auch erst bei Jugendlichen: Atemnot durch schlechte Lungenbelüftung. Einzelne Lungenbereiche fallen in sich zusammen (Atelektase). Chronische Bronchitis, Lungenentzündung, Pilzinfektion der Lunge. Verschiebungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt können zu einem Schockführen. Störung der Herzfunktion. Die chronische Lebererkrankung kann zur Leberschrumpfung (Leberzirrhose) führen. Gallenblasenentzündung, Gallensteine. Der Funktionsverlust der Bauchspeicheldrüse verursacht Verdauungsstörungen. Zusätzlich kann sich ein Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) entwickeln. Akuter Darmverschluss (Ileus), Darmeinstülpung (Invagination). Unfruchtbarkeit im Erwachsenenalter. Chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis)

Es gibt keine Vorbeugungsmaßnahmen gegen die Mukoviszidose. Liegt ein familiärer Erkrankungsfall vor, kann man sich an genetischen Beratungsstellen informieren und mittels Pränataldiagnostik kann eine Erkrankung des Ungeborenen erkannt und gegebenenfalls frühzeitig behandelt werden.

In Selbsthilfegruppen oder Beratungsstellen erhalten betroffene Eltern alle wichtigen Informationen und Hilfestellungen.

Das Internet bietet eine Zahl an Plattformen, wo sich Betroffene austauschen können. Eine Liste aller in Österreich praktizierenden Internisten und Physiotherapeuten befindet sich auf unserem Gesundheitsportal.