Gibt es speziell Ursachen für Mukoviszidose?

Gibt es speziell Ursachen für Mukoviszidose?

Die Ursache für eine Mukoviszidose-Erkrankung liegt an einem mutierten Gen, dem CFTR-Gen. Es ist für die Produktion des CTF- Proteins (Cystic Fibrosis-Transmembrane Regulator) verantwortlich.

Durch die Mutation fehlt an der Position 508 eine Aminosäure, das sogenannte Phenylalanin. Durch das Fehlen des Phenylalanins wird der Transport zwischen Zellinnerem und Zelläußerem, für den das CTFR-Protein zuständig ist, gestört.

Die Folge ist die Produktion eines sehr zähen Schleims der schleimproduzierenden Drüsen wie der Bauchspeicheldrüse und der Bronchien – Atemwegsprobleme und Verdauungsstörungen entwickeln sich.

Ein genetischer Defekt am Chromosom 7 ist verantwortlich, dass es zur vermehrten Bildung  von klebrigem, zähflüssigen Schleimsekret vor allem in den Atemwegen und im Verdauungstrakt kommt.

Damit es zum Auftreten der Krankheit kommt, muss das defekte Gen sowohl vom Vater als auch von der Mutter an das Kind vererbt werden (dies bezeichnet man als autosomal-rezessiven Erbgang). Bekommt das Kind nur ein defektes Gen von Vater oder Mutter, erkrankt es nicht, es  trägt jedoch das Merkmal und kann es weiter vererben.

Das kranke Gen verursacht einen defekten Salztransport in gewissen Zelltypen. Dies bewirkt die Bildung zäher Schleimsekrete in der Lunge, in der Bauchspeicheldrüse, im Darm, in den Gallenwegen, in den Fortpflanzungsorganen und in den Schweißdrüsen.

Pathomechanismus - Der Grund für Mukoviszidose?



Die Ursache der Erkrankung besteht in einer Trinukleotiddeletion innerhalb eines Gens auf demChromosom 7, das für einen Chlorid-Transporter (Cystic Fibrosis Transmembrane Regulator, CFTR) kodiert. Die Literatur beschreibt verschiedenste Defekte innerhalb dieses Gens, von denen der häufigste das Fehlen der Aminosäure Phenylalanin an Position 508 ist (ΔF508-Mutation). 
Die Rückresorption von Chloridionen aus Drüsensekreten ist damit nicht mehr möglich, da der partiell funktionsfähige Rezeptor nicht in die apikale Zellmembran von Epithelzellen der Drüsengänge eingebaut, sondern dem proteolytischen Abbau zugeführt wird. Sekrete werden damit viskös und können nicht mehr ungehindert abfließen.

Fehlerhafter Chloridkanal



Die Ursache der Mukoviszidose (Zystische Fibrose) ist ein genetischer Defekt auf dem siebten Chromosom. Meist ist von der Veränderung (Mutation) das sogenannte Gen CFTR (Cystische-Fibrose-Transmembran-Regulator-Protein) betroffen. Es enthält die Bauanleitung für einen Chloridkanal. Die häufigste Mutation bezeichnet man als "delta F508". Konkret heißt das, dass an einer bestimmten Position im Protein (508) ein Baustein (Aminosäure, Phenylalanin = F) fehlt (delta). Die defekten Chloridkanäle führen dazu, dass Drüsenzellen (wie in Lunge, Bauchspeicheldrüse oder Dünndarm) anstelle des normalerweise flüssigen Sekrets zähen Schleim absondern.

Der fehlerhafte Chloridkanal blockiert den Salztransport in bestimmten Zellen und verursacht so die Mukoviszidose: In der Lunge, den Nasennebenhöhlen, der Bauchspeicheldrüse, im Darm, in den Gallenwegen, in den Keimdrüsen des Mannesund in den Schweißdrüsen bilden sich zähe Schleimsekrete mit hohem Kochsalzgehalt.

Vererbung



Ist nur ein Elternteil an Mukoviszidose erkrankt, tragen auch die Kinder dieses Merkmal in sich, erkranken aber selbst nicht (autosomal-rezessive Vererbung). Allerdings können sie das defekte Gen an ihre eigenen Kinder weitergeben. Sind beide Eltern erkrankt, sind alle Kinder von Mukoviszidose betroffen. Dies kommt allerdings sehr selten vor, weil Männer mit Mukoviszidose meist unfruchtbar (steril) und Frauen häufig weniger fruchtbar sind. Eine pränatale Diagnose (Diagnose vor der Geburt) ist möglich.
Allerdings können bei einer künstlichen Befruchtung im Rahmen derPräimplantationsdiagnostik (PID) Embryonen, die diese Gene tragen, aussortiert werden.